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Nemrut Dağı
Nemrut Dağı
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Nemrut Dağı

Die Inschrift an der Westterrasse:

„Der grosse König Antiochos, Gott, der Gerechte, Epiphanes, Freund der Römer und Hellenen, Sohn des Königs Mithradates Kallinikos und der Königin Laodike, Göttin, der Bruderliebenden, Tochter des Königs Antiochos Epiphanes, des Mutterliebenden, Siegreichen, zeichnete auf geheiligten Thronbasen mit unvergänglichen Buchstaben Worte der eigenen Huld auf – für ewige Zeiten.“

Antiochos I.: Übersetzung des griechischen Textes nach Helmut Waldmann- nach Wikipedia

Wie oft wohl Antiochos I (69 – 36 v. Chr.), sich selbst zum Theos ernannt, als König von Kommagene 2000 Meter tiefer auf seine Hauptstadt Samosata blickte?

Auf dem Gipfel des Nemrut Dağı ließ er sich ein monumentales Werk aus Heiligtum und seine unter einem erhabenen Schottergipfel noch heute verborgene Grabstätte errichten.
Zu Füßen der monumentalen Statuen ruhen die einst ausgegrabenen Köpfe, von zahlreichen Erdbeben vom Rumpf getrennt. Sie blicken nach Osten in Richtung Samatosa am Euphrat und auf einer dem Berghang gegenüber geschaffenen weiteren Terrasse nach Westen.
Die erodierten Skulpturen zeigen dominierenden persischen und griechischen Einfluss, führte doch Antiochus seine Abstammung auf Xerxes und Dareios zurück, mütterlicherseits bis auf Alexander dem Großen.
Und denkt der Betrachter an die sich bekriegenden Völker damaliger Zeit zurück, bleibt er sprachlos:
Lucullus, Pompeius, Marcos Lucillus, Crassus, Pakoros der Parther, Cicero, Caesar, Marcos Antonius u. a. prägten die komplexe Geschichte auch der heutigen Kurden.

© 2022 Copyright Lothar Steiner